Landrat Kai Seefried, Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück, Volksbund-Bildungsreferent Karl-Friedrich Boese, Lehrer Robin Rosendahl, Heimatforscher Heiko Kania und Kreissparkassen-Vorstand Matthias Lühmann mit den Schülerinnen und Schülern auf der Kriegsgräberstätte auf dem Oberen Friedhof in Harsefeld. Landkreis Stade/Daniel Beneke
Eine Geschichts- und Erinnerungstafel gewährt jetzt Einblicke in die Biografien von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen, die im Zweiten Weltkrieg in der Samtgemeinde Harsefeld starben. Schülerinnen und Schüler des Harsefelder Aue-Geest-Gymnasiums haben sie gestaltet. Bei der offiziellen Einweihung erhielten die Jugendlichen viel Lob für ihre aufwendigen Recherchen.
Schülerinnen und Schüler eines Geschichtskurses des 12. Jahrganges des Aue-Geest-Gymnasiums haben sich mit ihrem Lehrer Robin Rosendahl intensiv mit der Geschichte des Gräberfeldes der Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen auf der Kriegsgräberstätte Harsefeld (Oberer Friedhof) und dem Schicksal der dort bestatteten Toten beschäftigt. Ausgehend von Recherchen im Arolsen Archives sowie der Sichtung diverser Veröffentlichungen und mit Unterstützung des Harsefelder Heimatforschers Heiko Kania haben die Jugendlichen die Ergebnisse ihrer Arbeiten textlich zusammengefasst und mit erläuternden Illustrationen versehen in Form einer Geschichts- und Erinnerungstafel grafisch aufbereitet. Die Kosten übernahm die Kreissparkasse Stade
Landrat Kai Seefried, Kreisvorsitzender des Volksbundes, zollte den Jugendlichen Respekt für ihre umfangreichen Recherchen: Deutlicher als durch die Aufarbeitung der persönlichen Schicksale ließen sich die Themen Zwangsarbeit und Kriegsgefangenschaft kaum präsentieren. Der Geschichtskursus habe eine wichtige Arbeit geleistet. 80 Jahre nach Kriegsende dürften Frieden, Freiheit und Demokratie nicht als Selbstverständlichkeit hingenommen werden. „Wir müssen wissen, dass wir alle jeden Tag aufs Neue unseren Beitrag dafür leisten müssen, dass auch künftige Generationen so leben können“, betonte Seefried. Das Aue-Geest-Gymnasium leiste mit diesem Projekt einmal mehr Arbeit für den Frieden – wie etwa auch bei den jährlichen Haus- und Straßensammlungen für den Volksbund.
Zur Einweihung waren auch Samtgemeindebürgermeisterin Ute Kück, Fleckenbürgermeisterin Susanne de Brujin, Volksbund-Bildungsreferent Karl-Friedrich Boese, Heimatforscher Heiko Kania sowie Kreissparkassenvorstand Matthias Lühmann erschienen, um den Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement zu danken.