Schülerinnen und Schüler erhalten Urkunden
Am Donnerstag den 4. Juni überreichte Landrat Marco Prietz, Vorsitzender des Kreisverbandes des Volksbundes, Schülerinnen und Schülern der Oberschule Visselhövede Urkunden als Anerkennung für ihren Einsatz bei der Haus- und Straßensammlung 2025.
Zusammen mit Jan Effinger, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Lüneburg/Stade, und dem Kreisgeschäftsführer Michael Meyer war Prietz zu der kleinen Feierstunde in die Räume der Schule gekommen. Er dankte den Jugendlichen für ihr Engagement: „Dass Sie sich neben dem Unterricht und all den anderen Dingen, die Sie zu tun haben, bereit erklärt haben, für den Volksbund zu sammeln, ist alles andere als selbstverständlich.“
Ausdrücklich dankte Prietz auch der Schulleitung und den Lehrkräften, die die Aktion organisatorisch begleitet hatten. Dies bedeute einen zusätzlichen Aufwand im ohnehin eng getakteten Schulalltag. Seit vielen Jahren beteiligt sich die Oberschule an den Sammlungen des Volksbundes und ist somit ein verlässlicher Partner des Vereins.
Prietz betonte, dass die Erfahrung bei der Sammelaktion weitaus mehr sei als nur das Einwerben von Spenden. „Man kommt mit Menschen ins Gespräch, setzt sich für ein Anliegen ein und übernimmt Verantwortung. Das sind Erfahrungen, die später im Leben von großem Wert sind“, erklärte er.
Der Volksbund
Im Anschluss sprach Effinger über die Arbeit des Volksbundes. Der Verband wurde nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gegründet. Millionen Familien suchten damals nach Gewissheit über das Schicksal ihrer gefallenen Angehörigen. „Praktisch jede Familie in Deutschland war damals von Verlusten betroffen“, erklärte Effinger.
Bis heute kümmert sich die Organisation im Auftrag der Bundesregierung um Kriegsgräberstätten im In- und Ausland. Diese Orte dienen nicht nur dem Gedenken, sondern sind auch dauerhafte Mahnmale gegen Krieg und Gewalt. Kriegsgräber werden, anders als normale Grabstätten, nicht aufgelöst. Aufgrund internationaler Vereinbarungen bleiben sie dauerhaft erhalten.
„Die Kriegsgräber sollen uns daran erinnern, dass sich solche Katastrophen nicht wiederholen dürfen“, sagte Effinger. Daher ist ein wesentlicher Schwerpunkt des Volksbundes heute die Bildungsarbeit. Dazu gehören Schulprojekte, Ausstellungen, Unterrichtsmaterialien und internationale Begegnungsprogramme für junge Menschen. Diese Arbeit wird zu einem großen Teil durch Spenden finanziert. „Ihre Sammlung ist deshalb für uns von großer Bedeutung“, betonte Effinger. „Mit den Spenden können wir Projekte ermöglichen, durch die sich junge Menschen mit Geschichte, Demokratie und Frieden auseinandersetzen.“
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